myRADIOday

Audio-Nachrichten auf Abruf

myRADIOday - das sind die ersten Radio-Nachrichten, die Sie nicht verpassen können. Einfach anklicken, was Sie hören wollen und los geht's. 24 h rund um die Uhr aktuell. Und wir haben sogar eine Pausentaste, falls das Telefon klingelt. Zu einigen Nachrichten oder Werbespots erhalten Sie ergänzende Informationen, wenn Sie auf den entsprechenden Hinweis klicken. Die Seite öffnet im Hintergrund in einem neuen Tab.
0%
00:00:00
00:00:00
    Journalismus kostet Geld und auch myRADIOday ist aufwändig. Wenn Sie unsere Idee begeistert, dann können Sie uns ganz einfach über Paypal unterstützen. Klicken Sie dazu auf das PayPal Logo unten. Der Link führt direkt zu PayPal.

    Wer nicht hören will, muss lesen

    1. Aktuell

      Keine Fortschritte bei Atomgesprächen mit dem Iran

      iran
      © dpa
      Die Atomgespräche zwischen Regierungsvertretern aus Teheran, Berlin, London und Paris sind ohne Durchbruch beendet worden. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen, die Parteien hätten bei dem Treffen in Genf ihre Sichtweisen erörtert. Ohne einen Durchbruch droht eine politische Eskalation im Streit um Irans Atomprogramm.

      Vor gut einem Monat hatten sich die sogenannten E3-Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich bereits mit dem Iran in Istanbul getroffen. Ziel war es, den politischen Druck auf die Islamische Republik zu erhöhen, um die iranische Führung zu einer diplomatischen Einigung im Atomstreit zu bewegen. Es war die erste Verhandlungsrunde nach dem zwölf Tage langen Krieg, den Israel und der Iran im Juni gegeneinander geführt hatten.

      Europäer wollen UN-Sanktionen gegen Iran wiedereinführen

      Konkret drohten die Europäer dem Iran mit der Wiedereinführung alter UN-Sanktionen, sollte bis Ende August keine Lösung gefunden werden. Als Mitunterzeichner des Wiener Atomabkommens von 2015 können die E3 den sogenannten Snapback-Mechanismus aktivieren, der die Wiedereinführung harter Strafmaßnahmen vorsieht.

      «Unsere Positionen haben wir während der heutigen Verhandlungen sehr deutlich und transparent erläutert. Wir haben uns auch die Punkte der Gegenseite angehört», sagte Baghai dem staatlichen Fernsehen. Die Wiedereinführung der UN-Sanktionen sei aus Sicht des Irans nicht gerechtfertigt, sagte Baghai.

      Trump kündigte Atomdeal 2018 einseitig auf
      Der Iran hatte sich im Wiener Atomdeal verpflichtet, sein Nuklearprogramm einzuschränken. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. In seiner ersten Amtszeit kündigte US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung, die unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama unterzeichnet worden war, jedoch einseitig auf. Zugleich ließ Trump neue und härtere Sanktionen gegen den Iran verhängen. In der Folge hielt sich auch die iranische Führung nicht mehr an die Auflagen und trieb die Urananreicherung voran.
      Hintergrund des Atomstreits sind Befürchtungen westlicher Staaten, der Iran könnte nach Kernwaffen streben. Teheran bestreitet dies.
    2. Aktuell

      Nach Sanktionsbeginn: Wadephul fordert den Iran zu Verhandlungen auf

      Wadephul
      © dpa
      Außenminister Johann Wadephul ruft den Iran im Streit um dessen Atomprogramm direkt nach dem Start des Mechanismus zur Wiedereinführung von UN-Sanktionen zu neuen Verhandlungen auf. Deutschland, Frankreich und Großbritannien seien weiterhin zu einem diplomatischen Dialog mit Teheran bereit, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuches in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. «Wir sind fest überzeugt, die Diplomatie endet nicht hier. Sie kann und sie soll weitergehen. Iran muss allerdings jetzt handeln», fügte er hinzu.

      Der Iran wisse genau, was es jetzt braucht, sagte Wadephul: Die volle Kooperation mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) «und Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen, ein klares Bekenntnis zu Verhandlungen, aber auch überprüfbare Deeskalation bei der nuklearen Anreicherung.» Eine diplomatische Lösung sei machbar, «aber es setzt jetzt die Bereitschaft und die Entschlossenheit des Iran voraus, diesen Prozess auch anzugehen».

      Wadephul: Teheran hätte ausgestreckte Hand ergreifen müssen
      Er rechne nicht mit maßgeblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft durch den von Deutschland, Frankreich und Großbritannien eingeleiteten sogenannten Snapback, also der Rückkehr zu früher geltenden UN-Sanktionen, sagte Wadephul. Man sehe aber schon heute Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft. Deswegen hätte der Iran schon länger die ausgestreckte Hand der Europäer ergreifen müssen. Teheran solle sich nun endlich wieder an die internationalen Vereinbarungen halten und vor allen Dingen eine Überprüfung des Atomprogramms vor Ort ermöglichen.
    3. Boulevard

      Kaffeetrinker verbessern ihre Morgenstimmung

      Kaffee
      © dpa
      Regelmäßige Kaffeetrinker sind einer Studie zufolge nach einer Tasse am Morgen meist in besserer Stimmung als zuvor. Die Befragten fühlen sich dann deutlich glücklicher und enthusiastischer als an anderen Tagen, an denen sie zur gleichen Uhrzeit keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke trinken. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschenden der Universität Bielefeld und der britischen University of Warwick, die in der Fachzeitschrift «Scientific Reports» veröffentlicht wurde.

      Koffein wirkt der Studie zufolge auch gegen negative Stimmungslagen wie Traurigkeit oder Ärger – aber dieser Zusammenhang ist weniger stark und hängt nicht von der Uhrzeit ab.

      Die Wissenschaftler befragten 236 junge Erwachsene, die generell Koffein konsumieren, über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beantworteten siebenmal täglich einen kurzen Fragebogen auf ihrem Handy. Sie gaben an, wie ihre aktuelle Stimmung ist – und ob sie in den vorangehenden 90 Minuten ein koffeinhaltiges Getränk getrunken haben.

      Eine Blockade im Gehirn

      Die stimmungsaufhellende Wirkung erklären die Forschenden so: Koffein blockiere die Adenosin-Rezeptoren im Gehirn, wodurch man sich wacher und energiegeladener fühlt. Rezeptoren sind eine Art winzige Antennen – und an diese dockt oft ein Stoff an, der uns müde macht: Adenosin.

      Co-Autorin Professorin Anu Realo PhD von der University of Warwick erklärt: «Koffein wirkt, indem es Adenosin-Rezeptoren blockiert, was die Dopaminaktivität in wichtigen Hirnregionen erhöhen kann – ein Effekt, den Studien mit einer verbesserten Stimmung und gesteigerter Wachsamkeit in Verbindung gebracht haben.» Dopamin ist als Glückshormon bekannt.

      Offene Fragen

      Die Autoren wiesen auch auf eine offene Frage und eine Besonderheit der Studie hin. Offen ist demnach, ob die Effekte am Morgen mit einer Verringerung von Entzugserscheinungen zusammenhängen, die sich während der Nacht gebildet haben. «Selbst Menschen mit nur mäßigem Koffeinkonsum können leichte Entzugserscheinungen verspüren, die mit dem ersten Kaffee oder Tee am Morgen verschwinden», so Anu Realo. Und: Die Forschenden erwarteten, dass Menschen, die generell sehr ängstlich sind, nach dem Koffein-Konsum negative Stimmungsveränderungen erleben – etwa eine erhöhte Nervosität. «Es ist jedoch möglich, dass Personen, die wissen, dass sie nicht gut auf Koffein reagieren, einfach kein Koffein trinken», erklärt der Erstautor der Studie, Justin Hachenberger, von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Bielefeld. Solche Personen seien in der Studie nicht vertreten, da nur die Daten von Koffein-Konsumenten ausgewertet wurden.

      Koffeinkonsum: eine weltweite Gewohnheit

      «Weltweit konsumieren etwa 80 Prozent der Erwachsenen koffeinhaltige Getränke und der Konsum von Tee und Kaffee reicht geschichtlich weit zurück», sagt Sakari Lemola von der Universität Bielefeld, ein Co-Autor der Studie. «Sogar bei wildlebenden Tieren ist Koffeinkonsum belegt, so bevorzugen Bienen- und Hummelarten Nektar von Pflanzen mit Koffeingehalt.» Das Forschungsteam weist darauf hin, dass Koffeinkonsum zu Abhängigkeit führen kann.
    4. Boulevard

      Vermeintlicher Vermissstenfall «Lisa Vogel» ist Fälschung

      Polizei
      © dpa
      In sozialen Netzwerken verbreitet sich aktuell in ganz Deutschland ein emotionaler Suchaufruf nach einem Kind, mit dem offenbar sensible Daten erbeutet werden sollen.
      Kein echter Vermisstenfall, es handelt sich um eine Falschmeldung. Sie kursiert in vielen regionalen Online-Gruppen. Die Polizei warnt, dass dahinter eine Masche stecken könne, um an sensible Daten zu kommen.

      So teilte etwa die Polizei in Görlitz (Sachsen) mit, dass ihr die erfundene Vermisstenmeldung mit Bezug zu Bautzen bekannt wurde. «Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Falschmeldung! Derartige Fake-News können auch immer dazu genutzt werden, an sensible Daten zu gelangen, dem sogenannten Phishing», so die Polizeidirektion Görlitz in einer Mitteilung. User würden unter anderem zur Eingabe ihrer Facebook-Daten aufgefordert. «Die Polizei rät, diese Falschmeldung nicht zu teilen und keine sensiblen Informationen preis zu geben», warnen die Beamten.
      Auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mainz (Rheinland-Pfalz) sprach gegenüber dem SWR von einer Falschmeldung. Sie sei bereits mit Bezug zu Alzey, Bingen, Ingelheim oder Wackernheim, aber auch in Essen aufgetaucht. Eine echte Vermisstenmeldung könnten besorgte Bürger daran erkennen, dass sie von der Polizei herausgegeben werde.

      Auch in Recklinghausen (Nordrhein-estfalen) berichtete die Polizei der «Recklinghäuser Zeitung» davon, dass sie Kenntnis von der Falschnachricht um das vermeintlich vermisste Kind habe.
      Diese Masche, mit der Sorge um vermeintlich vermisste Kinder womöglich sensible Daten abzugreifen, kursiert immer wieder - zuletzt auch in der Variante «Mia Weber». Dabei handelte es sich ebenfalls um eine Falschmeldung.