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    1. Corona Nachrichten

      Homeoffice steuerlich absetzbar?

      20.09.2020 18:09
      Hessen und Bayern wollen sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass mehr Menschen ihr Homeoffice von der Steuer absetzen können.

      Insbesondere Bürger, die sich kein eigenes Arbeitszimmer einrichten können, sollen von der geplanten «Einfachvariante» profitieren, wie der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) und sein hessischer Kollege Michael Boddenberg (CDU) am Sonntag gemeinsam mitteilten. Die Initiative, die sie in den Finanzausschuss des Bundesrates einbringen wollen, sieht vor, dass pro vollem Tag im Homeoffice ein Pauschalbetrag von fünf Euro als Werbungskosten angesetzt werden kann - maximal 600 Euro pro Jahr.

      Besondere Voraussetzungen in der Wohnung sind nach den Plänen der Finanzminister nicht notwendig. Sie wollten, «dass die Zusatzkosten durch Homeoffice unbürokratisch bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können», erklärten die Minister. Der Vorschlag trage «zur Steuervereinfachung bei» und könne «helfen, die in der gegenwärtigen Praxis häufigen Konflikte mit dem Finanzamt bei den Arbeitszimmerkosten zu befrieden».

      Es ist nicht der erste Vorstoß in diese Richtung. Unter anderem forderte bereits im Mai der FDP-Bundestagsabgeordnete Gerald Ullrich mehr Steuervorteile für die Arbeit daheim. «Homeoffice sollen alle steuerlich geltend machen können», sagte der Politiker. Derzeit kann nur derjenige seinen Arbeitsplatz zu Hause steuerlich geltend machen, der dafür über ein eigenes Zimmer verfügt. «Dies geht jedoch an der Realität der meisten Arbeitnehmer vorbei», bemängelte Ullrich. Auch die CSU-Bundestagsabgeordneten gehen mit einer entsprechenden Forderung ins letzte Jahr dieser Legislaturperiode. Die Landesgruppe will Heimarbeitsplätze steuerlich ebenfalls fördern und eine «Flexi-Woche» einführen, bei der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam auf flexible Arbeitszeiten einigen können.
    2. Coronafreie Nachrichten

      Wirbelsturm in Griechenland

      20.09.2020 18:23
      Schwere Stürme in Griechenland haben am Wochenende drei Todesopfer gefordert.

      Am Sonntagmorgen entdeckte die Feuerwehr in der Region Thessalien nahe der Stadt Karditsa einen 62-Jährigen in den Trümmern seines Hauses. Zuvor war bekannt geworden, dass in Mittelgriechenland eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen waren. Noch immer werden Menschen vermisst oder sind in ihren Häusern eingeschlossen, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Wirbelsturm «Ianos» im Westen und ein weiteres Sturmtief über der Nordägäis hatten am Freitag und Samstag in weiten Teilen Griechenlands schwere Schäden verursacht. Mehr als 600 Menschen seien von Rettungskräften aus Wohnungen befreit oder anderweitig gerettet worden.

      Bilder zeigten die Spur der Verwüstung: Umgestürzte Bäume und Strommasten, weggeschwemmte Autos, Segelboote, die von Wind und Wellen an Land gespült oder gleich im Hafen versenkt wurden. Vielerorts standen Straßen unter Wasser.

      Am Freitagnachmittag musste die Nord-Süd-Bahnverbindung Griechenlands zwischen Athen und Thessaloniki wegen einer Überschwemmung nahe der mittelgriechischen Stadt Lamia bis auf Weiteres geschlossen werden, wie der staatliche Rundfunk (ERT) berichtete.

      In zahlreichen Regionen Westgriechenlands und auf der Halbinsel Peloponnes fiel zudem der Strom aus. Mehrere Boote wurden in den Häfen der Urlaubsinseln Zakynthos, Lefkada, Kefalonia und Ithaka beschädigt. Ein Campingplatz auf Kefalonia wurde evakuiert, Dutzende Strandbars im Westen des Landes wurden verwüstet. Die Feuerwehr rückte immer wieder aus, um Menschen aus überschwemmten Häusern zu holen, wie ERT berichtete.

      Auch die Schulen in zahlreichen Regionen Westgriechenlands blieben am Freitag geschlossen. Fährverbindungen zu den Inseln Kefalonia, Zakynthos und Ithaka wurden unterbrochen, wie es hieß.

      «Ianos» war ein sogenannter Medicane - ein Sturmtief, das sich gegen Ende des Sommers im Mittelmeerraum bilden kann, wenn das Wasser dort noch hohe Temperaturen aufweist. Sobald er das Festland erreicht, verliert er an Heftigkeit. Ältere Griechen versicherten, dass es solche schweren Stürme in dieser Regelmäßigkeit früher nicht gegeben habe. «Ich stand bis zu den Hüften im Wasser», sagte eine 86-Jährige am Samstag dem Fernsehsender Skai in der stark betroffenen Stadt Karditsa. «Wir hatten auch früher mal Stürme, aber nie so gewaltig.
    3. Sport Nachrichten

      RB Leipzig schlägt Mainz 05

      20.09.2020 18:15
      RB Leipzig hat auch ohne seinen zum FC Chelsea abgewanderten Stürmerstar Timo Werner im ersten Bundesliga-Spiel Offensivgeist versprüht.

      Gegen den überforderten Lieblingsgegner 1. FSV Mainz 05 gewann der Champions-League-Halbfinalist am Sonntag mit 3:1 (2:0). Vor zugelassenen 8500 Zuschauern in der Red Bull-Arena trafen Emil Forsberg (17.), Yussuf Poulsen (21.) zur Halbzeitführung. Nach dem Wechsel verkürzte zunächst der Mainzer Jean-Philippe Mateta (48.), ehe Amadou Haidara auf 3:1 (51.) erhöhte. Und die Sachsen bekommen in der Sturmzentrale in Kürze wohl noch Zuwachs. Laut RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff befindet sich der Transfer des norwegischen Stürmers Alexander Sörloth kurz vor dem Abschluss. «Wir sind tatsächlich in Gesprächen mit Sörloth und befinden uns da, zumindest mal was den Blick angeht, auf der Ziellinie», sagte Mintzlaff vor dem Spiel dem Fernsehsender Sky.

      Aber auch ohne den pfeilschnellen Werner und den wuchtigen Sörloth hatte RB keine Probleme mit den harmlosen Mainzern. Die erste Chance zur Führung hatte Dani Olmo (4.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, den Robin Zentner parierte. Beim Elfmeter von Forsberg - zuvor wurde Olmo von Martins Barreiro zu Fall gebracht - war der 05-Keeper machtlos. RB drückte mit viel Spielwitz und hohem Tempo weiter auf's Mainzer Tor. Nachdem Olmo in aller Ruhe flanken kann, köpfte Poulsen den Ball über Zentner hinweg ins lange Eck zum 2:0. Danach verhinderte der Pfosten den nächsten RB-Treffer, nachdem Forsberg (31.) das Spielgerät mit dem Außenrist an Zentner vorbeispitzelte. Gleich nach Wiederanpfiff hatte Mainz die erste Torchance - und nutzte sie: Nach einem Quaison-Steilpass überlief Mateta die auf einer Linie stehende RB-Abwehr und schob abgeklärt gegen den bis dahin nicht geprüften Peter Gulacsi ein. Das ärgerte zwar RB-Trainer Julian Nagelsmann, doch seine Spieler blieben unbeeindruckt. Drei Minuten später nutzte Haidara eine geniale Forsberg-Vorlage zum 3:1. Der Sturmlauf von RB mit Chancen im Minutentakt ging weiter, einzig Gästekeeper Zentner verhinderte eine noch höhere Torausbeute der Hausherren. Nicht zuletzt vergaben aber auch die RB-Spieler wie Poulsen gute Möglichkeiten.

      In der 69. Minute brachte Nagelsmann, der auf einen Einsatz seines Kapitäns Marcel Sabitzer (Muskelzerrung) verzichte, mit Hee-chang Hwang eine frische Offensivkraft. Der südkoreanische Neuzugang, der die Nummer 11 von Werner trägt, agierte schwungvoll und motiviert, oft jedoch noch nicht präzise genug. Auch Nationalspieler Benjamin Henrichs, der von der AS Monaco als Leihgabe kam, feierte ab der 77. Minute sein Bundesliga-Debüt für RB.
    4. Nachrichten Wirtschaft

      Streiks im Öffentlichen Dienst drohen

      20.09.2020 18:28
      Auf die Menschen in Deutschland kommen ab Dienstag Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu. Da die zweite Runde der Tarifverhandlungen mit den öffentlichen Arbeitgebern ergebnislos blieb, wollen die Gewerkschaften den Druck erhöhen.

      Die Verhandlungen mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern am Wochenende in Potsdam seien «sinnlos verplemperte Zeit» gewesen, kritisierte Verdi-Chef Frank Werneke am Sonntag.

      Die Arbeitsniederlegungen könnten etwa Kitas und Pflegeeinrichtungen treffen. Wo und in welchen Branchen die Menschen in Deutschland konkret mit Streiks rechnen müssen, wollten Werneke und der Chef des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, nicht verraten. Es solle aber kein Bereich ausgenommen werden, sagte Silberbach. Die Gewerkschafter zeigten sich empört darüber, dass die Arbeitgeberseite kein Angebot für die Gehälter der 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst vorgelegt hatte. «Das ist Taktiererei. Die Arbeitgeber versuchen, auf Zeit zu spielen», sagte Werneke. Streik heiße aber in erster Linie, die Arbeit niederzulegen - «und das geht auch unter den Bedingungen von Corona».

      Besonders skandalös sei, dass die Angleichung der Arbeitszeit zwischen Ost und West erst ab 2025 verwirklicht werden solle. dbb-Chef Silberbach kritisierte zudem, dass die Arbeitgeber auf einer langen Laufzeit beharren würden. Die öffentliche Seite fordert, dass der ausgehandelte Tarifvertrag bis in das Jahr 2023 gelten soll, die Gewerkschaften bestehen dagegen auf einer Laufzeit von zwölf Monaten. Sie wollen 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden.

      Der Verhandlungsführer der Kommunen, der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD), entgegnete am Sonntag, es gehe vor allem um Sicherheit und Anerkennung der Leistungen der Beschäftigten. Dass die Arbeitgeberseite noch kein Angebot vorgelegt habe, liege an den vereinbarten separaten Verhandlungsrunden zu Krankenhäusern und Sparkassen. «Wenn wir diese beiden Tische beendet haben, setzen wir uns zusammen und übermitteln den Gewerkschaften ein Angebot», sagte Mädge. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gab sich zuversichtlich, dass es in der nächsten Runde Ende Oktober eine Einigung geben werde. Er lobte ausdrücklich die sachlichen Gespräche und den guten Umgang miteinander am Wochenende.
    5. Hintergrund Wissen

      Aluminium - alles gar nicht so schlimm?

      03.09.2020 16:28
      Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend für den Körper als bisher angenommen. Das teilte das Institut für Risikobewertung (BfR) in Berlin mit.

      «Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet», sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. Gleichwohl mahnt das Institut weiterhin zur Vorsicht bei sauren und salzhaltigen Speisen und Getränken in Alufolie, Alu-Grillschalen oder unbeschichteten Alu-Menüschalen und -Geschirr. Bei unsachgemäßer Verwendung könne dadurch vergleichsweise viel Aluminium aufgenommen werden.
      In vielen Deodorants werden Aluminiumsalze eingesetzt. Sie sollen den Schweißfluss blockieren und die Geruchsbildung hemmen. Laut BfR war lange Zeit unsicher, wie viel des Aluminiums von der Haut aufgenommen wird. Eine Studie aus dem Jahr 2019 habe belastbare Daten für die aktuelle Risikobewertung geliefert. «Wer sich grundsätzlich vor einer zu hohen Aluminiumaufnahme schützen will, sollte darauf achten, dass vor allem saure und salzhaltige Lebensmittel und Getränke nicht mit Aluminium in Kontakt kommen, etwa über Trinkflaschen, Backbleche, Grillschalen», heißt es vom Institut. Dazu gehörten aufgeschnittene Äpfel, Tomaten, Rhabarber, Salzheringe, mariniertes Fleisch oder Käse. Auch weißende Zahnpasten enthalten Aluminium. Die Experten empfehlen, die Nutzung zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten. So seien zum Grillen wiederverwendbare Schalen etwa aus Edelstahl zu bevorzugen.
      Zu hohe Aluminiumgehalte im Körper können nach derzeitigem Kenntnisstand negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Nieren und die Knochen haben. Laut BfR ist die Gesamtbelastung durch Aluminium in einigen Bevölkerungsgruppen zu hoch. Daran ändere auch die neue Bewertung der Deodorants nichts.